direkt zum Inhalt zur Hauptnavigation zur Bereichsnavigation
Pressespiegel

Hier finden Sie Pressemitteilungen von und über BANSON

Von der Kunst, Investoren in zwei Minuten zu überzeugen

Auszug aus der Braunschweiger Zeitung vom 17. November 2010 über das Jahresnetzwerktreffen 2010 von BANSON.

"Engel für Gründer" Presseartikel.

Die Zeitschrift Internet Wolrd BUSINESS berichtet über Business Aktivitäten und veröffentlicht ein Interwiev mit BANSON Vorstand Rolf Richter.

Den kompletten Artikel finden Sie hier:

Engel_fuer_Gruender.pdf

600 000 Euro Wagniskapital für Locr

Fonds und Investoren fördern Braunschweiger Gründer BRAUNSCHWEIG.
 
Bis 2011 soll der Hightech-Gründerfonds mit 262 Millionen Euro bundesweit 300 Technologiefirmen in ihrer Startphase mit Wagniskapital unterstützen. Mit 240 Millionen Euro kommt der Löwenanteil vom Bund, der Rest von der Förderbank-Gruppe KfW, BASF, Telekom und Siemens. Jetzt greift der Fonds der Locr GmbH im Braunschweiger Technologiepark am Rebenring unter die Arme. Das teilte Firmen-Mitgründer Rolf Richter mit. Der frühere Miro Computer-Products-Gründer, Vorstandsvorsitzender des Business Angel Netzwerks Banson und Coach des Hightech-Gründerfonds bringt als Gesellschafter auch Erfahrungen und Kontakte ins Unternehmen ein.
Mit Locr-Geschäftsführer Malte Schloen und Holger Urbansky sowie Entwicklungsleiter Sascha Springer hat Richter eine Software auf den Markt gebracht, die online Ordnung in jedes digitale Fotoalbum bringt. Beim Fotografieren mit Kamera oder Handy wird die Position des Motivs per GPS aufgezeichnet und anschließend automatisch die dazugehörige Adresse ermittelt. "Durch das rapide Wachstum der Digitalfotografie in den vergangenen Jahren ist ein klarer Bedarf an der Lösung von Locr entstanden, der jedem deutlich wird, der selbst digitale Aufnahmen macht", begründet Esko Stahl, Senior-Investmentmanager beim Gründerfonds, die Entscheidung. Das Locr-Geschäftsmodell nennt er "sehr aussichtsreich".
 
Der Fonds stellt Locr laut Richter 500 000 Euro in einer Kombination aus Eigenkapital und Nachrangdarlehen zur Verfügung. "Es freut mich besonders, dass es gelungen ist, zwei weitere Business Angels zu gewinnen", sagt Richter. Eckard Wohlgehagen und Magnus Graf Lambsdorff investierten je 50 000 Euro und stünden Locr mit ihren Kontakten unterstützend zur Verfügung.
 
BZ 17.01.07

Fachzeitschrift stellt BANSON vor

In ihrer Novemberausgabe 2006 berichtet die IHK Zeitschrift "Wirtschaft" ausführlich über BANSON und die erfolgreichen Aktivitäten zur Förderung junger Unternehmen und Unternehmensgründungen. Vorgestellt werden die Unternehmen, die durch Business Angel aus der Region unterstützt und gfördert werden und mittlerweile eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung aufweisen können.
Zum Artikel:

Mehr...

IHK Titelstoy: Business "Engel" mit Geld und Know how.

Die Braunschweiger Business Angels haben sich im Besonderen bei technologieorientierten Existenzgründern regional und überregional einen guten Ruf erarbeitet. "Business Anegel Netzwerk Süd Ost Niedersachsen" (kurz BANSON) heißt die vor drei Jahren gegründete Initiative, die nach den Worten von BANSON Vorstand Rolf Richter bereits 1,5 Millionen Euro Wagniskapital in Erfolg versprechende Gründer investiert hat. Darin enthalten sind 500.000 Euro des High-Tech Gründerfonds. Fast noch wichtiger als das Wagniskapital ist der Kno-how-Transfer durch erfahrene Untrnehmer....

Die komplette Titelstory können Sie hier nachlesen:

IHK_Artikel.pdf

0.9 M

Wob AG zeigt Flagge bei Jungunternehmern.

Deutschlandweiter Business Angels Tag führte gestern in Wolfsburg Firmengründer und Geldgeber zusammen.
 
In Wolfsburg wurden gestern das Wirtschaftswachstum, die Exportchancen und Arbeitsplätze von morgen produziert – und zwar im Akkord. Im Mobile Life Campus trafen sich rund 500 Jungunternehmer und Risikokapitalgeber zum Deutschen Business Angel Tag 2006.
 
Die Tagung mit Fachkongressen und Präsentationen bot den Rahmen für ebenso informelle wie intensive Kontakte zwischen Firmengründern und so genannten Business Angels. Das sind erfahrene und häufig auch kapitalkräftige ehemalige Unternehmer oder Manager, die sich ihre Aufgeschlossenheit für Neues bewahrt und daraus ein Geschäft gemacht haben. Sie bringen, so formulierte es Ute Günther vom Vorstand des Business Angels Netzwerks Deutschland (Band), "zwei Flügel mit: Kapital und Know-how".
 
Die Zahl der Business Angels beziffert Roland Kirchhof von Band mit rund 1000. "Das sind aber nur die bei uns organisierten. Je reicher sie sind, desto zurückgezogener und individueller agieren sie." Die Zahl der förderungswürdigen Firmenneugründungen vorwiegend aus der Hochtechnologie wiederum schätzt Geschäftsführer Michael Brandkamp vom High-Tech-Gründerfonds des Bundeswirtschaftsministeriums auf etwa 300 pro Jahr. Der 260 Millionen Euro schwere Fonds beteiligt sich an geeigneten Firmen pauschal mit 500 000 Euro Eigenkapital gegen 15 Prozent der Geschäftsanteile.
 
Die Wolfsburg AG, auf deren Initiative der Business Angels Tag nach Wolfsburg kam, zeigte die Möglichkeiten ihres Innovationscampus für Gründer und unterstützte Partner. Drei Firmengründer aus dem Innovationscampus gingen ganz gezielt auf Investorensuche. Sinnwelt, netesse und IZV (Innovationen für Verbrennungstechnik). Deren Geschäftsführer Helmut Ucke hatte sich sogar für einen engeren Vorstellungskreis qualifiziert.
 
Gestern Abend wurde während einer Gala im Automuseum der Braunschweiger Eigenkapitalgeber Eckard Wohlgehagen mit der "Goldenen Nase", dem Preis für besonders findige Business Angels ausgezeichnet. Der 63-jährige Ingenieur wurde auf Vorschlag von sechs jungen Firmen, an denen er beteiligt ist, ausgezeichnet. Wirtschaft
 
BZ 14.11.2006
 
 

Der Mann mit der goldenen Nase.

Braunschweiger Investor Eckhard Wohlgehagen ist deutscher Unternehmensengel des Jahres
 
Investoren mit gutem Riecher werden vom "Business Angels Netzwerk Deutschland" als Unternehmensengel des Jahres ausgezeichnet. Gestern bekam Eckard Wohlgehagen in Wolfsburg die "Goldene Nase". Wohlgehagen ist einer von 20 Kapital- und Erfahrungsträgern im Braunschweiger Business-Angel-Netzwerk Südost Niedersachsen (Banson), die Existenzgründern mit Startkapital, Know-how und Kontakten zur Seite stehen.
 
"Endlich mal Jobs schaffen"
Seine Motivation: "Ich habe Spaß daran, meine Erfahrung ohne viel Aufwand weiterzugeben." Und er genießt es, mit der jungen Generation zu arbeiten. "Blitzeblank leere Taschen, aber blitzende Augen", beschreibt der 63-Jährige "seine" Gründer. Dass der ehemalige stellvertretende Vorstandschef der Hamburger Unternehmensberatung Mummert & Partner, heute Steria Mummert Consulting, den richtigen Riecher hat, beweist sein Engagement bei sieben Firmen:
 
Absolute Cold aus Braunschweig stellt Verpackungen für temperaturempfindliche Produkte her, Bora Glas aus Halle kennzeichnet Glasscheiben per Laser, Colima Communications aus Wernigerode entwickelt Callcenter-Software, Exa Consult aus Hückelhoven analysiert das Kundenverhalten für Internet-Auftritte, Nicco Innovate aus Lüneburg stellt funkgesteuerte Christbaumbeleuchtung her, Securepoint aus Lüneburg bietet IT-Sicherheitslösungen an und Travotech aus Wolfen stellt Glasschäume als Isolierstoffe her.
 
"Als Unternehmensberater habe ich jahrelang rationalisiert. Jetzt kann ich endlich mal helfen, Jobs zu schaffen", freut sich Wohlgehagen. In jedes der Startups mit bislang insgesamt gut 80 Beschäftigten ist er mit durchschnittlich 100 000 Euro Wagniskapital eingestiegen. Hier bekommt sein Geld Junge, wie es im Volksmund heißt: "Wenn ein Gründer erstmal einen privaten Kapitalgeber an der Angel hat, sind die Chancen größer, dass auch staatliches Geld fließt." Bei Mitteln aus der KFW-Bank bedeutet das eine Verdopplung, beim Hightech-Gründerfonds des Bundes sogar eine Verfünffachung.
 
Engel verzweifelt gesucht
Banson-Vorstand Rolf Richter nennt Engel-Kollegen Wohlgehagen einen Leuchtturm der Region: "Unser Netz muss dichter werden, wir brauchen mehr Engel." Das kann Wohlgehagen nur unterschreiben, warnt aber davor, vorrangig in Firmen zu investie-ren, um Geld zu verdienen. Denn: "Es besteht das Risiko, dass das Engagement in die Hose geht."
 
Für Richter wird bei Banson Ansiedlungspolitik gelebt: "Das Netz hat bundesweit einen so guten Ruf, dass sich erfolgreiche Gründer aus der ganzen Republik bei uns vor-stellen." Doch Kapitalgeber inves-tieren gerne vor Ort, so dass es so manchen Gründer in unsere Region und die Nähe der Engel führt.
 
BZ 14.11.2006

Software der Braunschweiger Firma Locr archiviert Bilder nach geografischen Daten.

Es gibt einen neuen Volkssport: digitale Fotografie. Dem Ex-Gründer der Braunschweiger Computerfirma Miro und Vorstand der Business Angels Südostniedersachsen, Rolf Richter, kommt der Trend gerade recht. Denn Richter ist als Gesellschafter in die junge Braunschweiger Firma Locr eingestiegen. Deren Geschäftsführer Malte Schloen und Holger Urbansky sowie Entwicklungsleiter Sascha Springer wollen mit der digitalen Fotografier-Lust und der daraus resultierenden Datenflut Geld verdienen. "Wir wollen Profi-und Hobbyfotografen helfen, ihre Tausende von Fotos oder Videos zu archivieren", sagt Richter. Dabei behilflich ist ein GPS-Empfänger, der zum Zeitpunkt der Aufnahme die geografischen Daten satellitengesteuert festhält.
Wer vergessen hat, wo er ein Foto gemacht hat, dem soll die Software der Braunschweiger helfen. "Sie hält Längen- und Breitengrad des Aufnahme-Ortes fest und stellt die Fotos am PC auf Landkarte oder Stadtplan dar", sagt Urbansky, der Technik-Fachmann in der Geschäftsführung. Dazu gibt es touristische Informationen, die aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia zugespielt werden. "Interessant ist unser Produkt für alle, die viel reisen und viel fotografieren", erklärt Schloen, der für Marketing und Vertrieb zuständig ist. Doch dem gelernten Juristen und erprobten Firmengründer aus Bremen fallen noch andere Anwendungen ein: etwa die Erfassung von Falschparkern in Kommunen oder der Einsatz bei der Schadenregulierung bei Autoversicherern.
Im Moment ist das Team auf der Suche nach Vertriebspartnern in aller Welt – taiwanesischen Herstellern von GPS-Zusatzgeräten etwa, die ihre Hardware mit der Braunschweiger Software vermarkten könnten, aber auch Handy-Herstellern. "Viele Mobiltelefone sind schon mit GPS ausgestattet. Und mit 5-Megapixel-Handy-Kameras kann man sehr passabel fotografieren", sagt Business-Angel Richter. Anfang 2007 soll die Software auf den Markt kommen. Bis dahin suchen die Gründer jede Menge Tester und drei Software-Entwickler, die das Locr-Team verstärken.
 
BZ 18.10.2006
 

Braunschweiger Software-Firma Symtavision setzt auf schnelles Wachstum – Kunden in Europa und den USA.

Zeit ist Geld, also lässt sich mit Zeitersparnis Geld verdienen. Die junge Softwarefirma Symtavision schreibt mit diesem Konzept eine Erfolgsstory wie aus dem Bilderbuch.
 
Die erste Hochschulausgründung, an der sich die TU Braunschweig selbst beteiligt, beschäftigt sich nämlich mit der Optimierung von Echtzeit-Technologien.
 
"Elektronische Systeme im Auto müssen in Sekundenbruchteilen auf kritische Ereignisse reagieren", erklärt Geschäftsführer Kai Richter. Der zweite Chef im Bunde, Marek Jersak, nennt das Beispiel Airbag: "Wenn die Sensoren einen Aufprall registrieren, müssen sie unverzüglich ein Signal ans Steuerungsgerät senden, das die Information an den Airbag gibt." Da geht’s um Millisekunden und das Leben des Fahrers.
 
Richter hat am TU-Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze ein Analyseverfahren entwickelt, das nicht auf Simulation setzt, sondern auf gekoppelte mathematische Modelle. Kommt es an einer Stelle zur Verzögerung, spielt die Software 1000 Konfigurationen durch, und die elektronische Architektur im Auto wird auf Alternativen geprüft.
 
Das hat nicht nur die TU beeindruckt, sondern auch den Braunschweiger Investor und Business-Angel Uwe Köhler. Er stieg als kaufmännischer Leiter in die GmbH ein und half den beiden promovierten Gründern, Startkapital aus dem Hightech-Gründerfonds von Bund und Industrie zu bekommen.
 
Mit fünf Mitarbeitern hat Symtavision Kunden aus Auto- und Zulieferindustrie in Europa und den USA akquiriert. 100 000 Euro Umsatz im ersten Geschäftsjahr sind laut Köhler eine Kennzahl, von der andere Gründer nur träumen. "Wir wollen schnell wachsen", sagt Jersak. "2010 sollten es schon ein paar Millionen Euro Umsatz sein", findet Köhler.
 
Dafür braucht man Vertriebsnetze im In- und Ausland. Zwei Partner sind im Boot, weitere werden gesucht. Einen festen Vertriebsmitarbeiter stellt die Firma im Braunschweiger Artmax demnächst ein und zwei Software-Ingenieure. Richter und Jersak nehmen an weltweiten Echtzeit-Konferenzen teil, sind auf Messen, halten Vorträge. Und sie sitzen in europäischen Gremien für die Standardisierung von Auto-Software, denen auch Bosch, VW, Ford, Opel oder BMW angehören.
 
Am besten: Bekannt sein wie ein bunter Hund. "Immer wenn es um Echtzeit-Fragen geht, muss den Leuten der Name Symtavision einfallen", meint Köhler. Und wenn man an Symtavision denkt, fallen einem unweigerlich die blonden Rasta-Locken ein, die Geschäftsführer Richter vom Hinterkopf baumeln. Das ist lässig und als Markenzeichen auch ein Marketing-Coup.
 
BZ 10.08.2006
 

Hier betreiben Engel Standortmarketing.

Private Investoren nennen sich Business Angel und helfen Gründern beim Anzapfen öffentlicher Geldquellen.
 
Südostniedersachsen zählt zu den forschungsintensivsten Regionen in der EU und ist Schmiede für innovative Geschäftsideen. Doch nur dort, wo es mit der Finanzierung klappt und das Umfeld stimmt, lässt man sich als Jungunternehmer gern nieder.
 
Der Verein "Business Angel Netzwerk Süd Ost Niedersachsen" (Banson) hat vor drei Jahren eine neue Form der Finanzierung und Begleitung junger Firmen in unsere Region gebracht: private Investoren, die nach lukrativen Beteiligungen Ausschau halten und den Gründern mit Rat und Tat zur Seite stehen – auch wenn es darum geht öffentliche Finanzquellen sprudeln zu lassen.
Zu diesen Quellen zählt der von Bund und Unternehmen aufgelegte Hightech-Gründerfonds, der im vergangenen Jahr 262 Millionen Euro für technologieorientierte Startups bundesweit zur Verfügung stellte.
"Wir haben hier allein im letzten halben Jahr mehr als eine Million Euro Kapital für Firmen mobilisiert", sagt Banson-Vorstand Rolf Richter. Davon seien fast Dreiviertel an Firmen der Region geflossen. "Daraus resultieren neue Jobs im zweistelligen Bereich, verbunden mit dem Potenzial, durch das erwartete Wachstum der Unternehmen weitere zu schaffen", so Richter.
Beteiligt haben sich die Investment-Engel hier etwa an der heute weltweit tätigen Delair GmbH, die Software zur Optimierung von Flughafen-Prozessen entwickelt. Die Absolute Cold GmbH mit Verpackungssystemen für den Transport wärmeempfindlicher Güter profitiert von einem Investment.
Auch die in der Internetsicherheit tätige Securepoint GmbH und Symtavision gehören dazu. Die erste Hochschulausgründung, an der sich die TU Braunschweig beteiligt, beschäftigt sich mit der Optimierung von Echtzeit-Technologien in der Autoindustrie. Symtavision-Business-Angel Uwe Köhler ist als kaufmännischer Leiter mit in die GmbH eingestiegen. Hier stehen die Zeichen auf Wachstum. "Allerdings brauchen wir dazu qualifizierte Java-Programmierer", meint Köhler. Und die sind Mangelware. "Wir könnten sofort drei bis fünf Stellen besetzen", sagt Köhler.
 
Solche Erfolgsgeschichten hätten Banson bundesweit bekannt gemacht, sagt Richter. Über 500 Anfragen und eingereichte Geschäftspläne pro Jahr aus allen Bundesländern belegten dies. Die Chancen, damit auch auswärtige Unternehmenskonzepte bei uns anzusiedeln, seien besser denn je. Business Angels seien eben auch ein starkes Instrument in Sachen Standortmarketing. "Doch dafür brauchen wir noch mehr Investoren", wirbt Richter.
Dass die Braunschweiger auf dem richtigen Weg sind, hat man auch außerhalb unserer Region längst erkannt. Banson wurde beim Europäischen Business-Angel-Kongress in Prag jüngst für das beste europäische Co-Finanzierungskonzept ausgezeichnet.
 
BZ, 18.5.06

BANSON bekommt international Auszeichnung

BANSON, das Business Angel Netzwerk Süd Ost Niedersachsen ist auf dem 6. europäischen Business Angel Congress in Prag für die beste Co-Investment Initiative 2005 ausgezeichnet worden. EBAN, das europäische Business Angel Netzwerk, hat erstmals unter seinen Mitgliedern diese Auszeichnung verliehen. Gewürdigt wurde die Entwicklung von Initiativen und Instrumenten zur Finanzierung und Förderung von jungen Unternehmen und Existenzgründungen durch private Kapitalgeber.

BANSON hat hierfür insgesamt vier Instrumente entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Gemeinsam mit der NBank und der Mittelständischen Beteiligungs-gesellschaft (MBG) wurde im Frühjahr 2005 ein Kooperationsmodell entwickelt,
das es ermöglicht, Gründern in Niedersachsen bis zu 300.000 Euro Startkapital zur Verfügung zu stellen. Hierbei wird jeder Euro, den ein Business Angel zur Verfügung stellt, von der Förderbank verdoppelt. Als weiteres Instrument hat BANSON Anfang 2006 einen Business Angel Co-Investment-Club initiiert, in dem Investitionen in größere Projekte durch mehrere Business Angels abgesprochen und getätigt werden können. Erste, so genannte Deals sind bereits angebahnt worden. Das dritte Instrument zur Förderung von Gründungen ist die Business Angel Co-Investment-Initiative mit dem High-Tech Gründerfonds der Bundesregierung und großer deutscher Unternehmen. Durch den High-Tech Gründerfonds wurden im vergangenen Jahr 262 Mio. Euro für Start-Up`s aus technologieorientierten Bereichen zur Verfügung gestellt.

Hierbei kann ein einzelnes Unternehmen bis zu 500.000 Euro Kapital bekommen, wenn sich ein Business Angel als Lead Investor beteiligt. Die business angel team GmbH (b.a.t) ist in Niedersachsen neben der Wolfsburg AG der einzig akkreditierte Coach und Partner des High-Tech Gründerfonds. Dank dieser, mit Unterstützung von BANSON entwickelten Initiative, konnten in 2005 zwei von bundesweit zwölf Projekten von der b.a.t. erfolgreich vorgestellt werden. Beide Unternehmen erhielten eine Finanzierungszusage. Das vierte von BANSON entwickelte Instrument für die Finanzierung von innovativen Unternehmen ist die Implementierung eines regionalen Venture Capital Fonds. Dieser Fonds soll nur in Unternehmen investieren, an denen sich auch Business Angels beteiligen.

Alle vier genannten BANSON Projekte greifen ineinander und stellen damit ein effektives Instrument zur Gründungsförderung von innovativen Unternehmen dar. Eine Reihe von Erfolgsbeispielen, die auf der BANSON Homepage www.banson.net beschrieben werden, belegen den Erfolg dieser Co-Investment Initiative, für die das Netzwerk nun internationale Anerkennung gefunden hat.

BANSON – aktiv in Südost-Niedersachsen

Serie: Business Angel-Netzwerke im Portrait

Gelegen zwischen Harz und Heide, zählt der Südosten Niedersachsens zu den forschungsintensivsten Regionen der Europäischen Union. Dafür sorgen neun Hochschulen, neun Fachhochschulstandorte und rund 30 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, darunter international so renommierte wie die Biologische Bundesanstalt, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung oder die Physikalisch Technische Bundesanstalt. Als Industriestandort ist die Region vom Volkswagenkonzern und seinen Zulieferbetrieben, von Verkehrstechnologie und Mobilitätswirtschaft geprägt. An der Technischen Universität Braunschweig ist etwa die Magnetschwebebahn entwickelt worden, die in Shanghai zum Einsatz kommt. Weitere wichtige international bekannte Konzerne mit dem Standort Südost-Niedersachsen sind Continental, die Salzgitter AG und die TUI. Seit dem 20. April 2005 ist das Gebiet in die neue Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen eingebunden.

Privatinvestoren und kommunale Wirtschaftsförderung
 
In diesem Umfeld ist im Jahr 2003 das "Business Angel Netzwerk Süd Ost Niedersachsen e.V." (BANSON) entstanden. Der entscheidende Impuls zur Gründung ging von der business angel team GmbH (bat) aus, die sich in erster Linie dem Coaching junger technologieorientierter Unternehmen verschrieben hat. Die beiden bat-Geschäftsführer Rolf Richter, Gründer der miro Computer Products AG, und Hans-Richard Reiners, ehemaliger Gesellschafter und Geschäftsführer der Bemi-Gruppe, hatten eine Analyse der deutschen Business Angel-Landschaft vorgenommen, um ihre Zieldefinitionen für die Region Südost-Niedersachsen zu gewinnen - und dazu gehörte die Gründung von BANSON. Beide, Richter als Vorsitzender des Vorstands - dem ferner Dr. Horst Schindler und Heinrich Meyer angehören - und Reiners als Geschäftsführer, sind in führenden Positionen des Netzwerks tätig, das heute 50 Mitglieder zählt.
Neben den institutionellen und Premium-Mitgliedern - letztere sind die wichtigsten Sponsoren des Netzwerks, zumeist kommunale Einrichtungen wie die Braunschweig Zukunft GmbH oder die Wolfsburg AG - sind 17 aktive Business Angels im BANSON vertreten.
 
Sieben Finanzierungen seit der Gründung
 
Die Investitionsinteressen der niedersächsischen Business Angels sind breit gestreut. Sie reichen von Informations- und Telekommunikationstechnologien über Medizintechnik/Life Sciences und Maschinenbau/Elektrotechnik bis hin zu Dienstleistungen und Medien. Das zeigen auch die bisher getätigten Investments. Die delair GmbH entwickelt Software zur Optimierung von Airport-Prozessen (Starts, Landungen, Parkpositionen, Checkin-Abwicklung etc.) und ist inzwischen weltweit tätig.
Innovative Verpackungssysteme für den Transport thermosensitiver Güter sind die Spezialität der Absolute Cold GmbH, im Bereich Internetsicherheit ist die Securepoint GmbH tätig. BANSON war auch an der Finanzierung der Symtavision GmbH beteiligt, des ersten Spin-offs der Technischen Universität Braunschweig, die sich mit der Optimierung komplexer Echtzeittechnologien im Automotive-Sektor beschäftigt. "Insgesamt sind wir seit unserer Gründung an sieben Finanzierungen beteiligt gewesen", erläutert BANSON-Geschäftsführer Reiners, "das Investitionsvolumen bewegte sich dabei in Bereichen zwischen 50.000 und 300.000 Euro."
 
Deutscher Business Angels Tag 2006
 
Auf den Matching-Treffen von BANSON, die bisher viermal pro Jahr stattfanden, präsentieren jeweils drei bis vier junge Unternehmen. Für 2006 geht Reiners davon aus, dass sich die Frequenz erhöhen wird, da immer mehr interessante Geschäftsideen eingehen. Seit der Gründung des Netzwerks gab es rund 500 Finanzierungsanfragen, 23 Unternehmen erhielten Gelegenheit, ihre Geschäftsidee zu präsentieren. Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind die Business Angel-Beratungstage und der Stammtisch für Gründer und Förderer, die sich monatlich abwechseln. Die Beratungstage werden an wechselnden Standorten in der Region durchgeführt, dort können sich kapitalsuchende Unternehmen individuell über BA-Finanzierungen informieren. Ein Höhepunkt der BANSON-Aktivitäten in diesem Jahr wird der "Deutsche Business Angels Tag" sein, der am 13. November auf dem "Mobile Life Campus" in Wolfsburg stattfindet. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, den Business Angels Tag in diesem Jahr in die Region zu holen und die Finanzierung durch die Wolfsburg AG und das Land Niedersachsen sicherzustellen", freut sich Reiners, "das wird uns Gelegenheit geben, die Region als Gründerzentrum noch bekannter zu machen."
 
Syndizierung im BA-Club
 
Darüber hinaus ist BANSON auch an der Entwicklung innovativer Finanzierungskonzepte beteiligt. "Grundsätzlich streben wir ein Drei-Säulen-Modell an, bei dem die Unternehmensfinanzierung durch Business Angels, Landes mittel und regionale Banken gemeinsam ermöglicht wird", erläutert Reiners. Dabei arbeitet BANSON mit der NBank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft für Niedersachsen zusammen. Daneben hat das Netzwerk auch einen kleineren Business Angel-Fonds aufgelegt, der Grundfinanzierungen sicherstellen soll. Das jüngste Projekt der Braunschweiger ist die Etablierung so genannter BA-Clubs als Zusammenschluss von Investoren, die bei syndizierten Finanzierungen kooperieren wollen. "Der erste BA-Club hat sich gerade zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen", sagt BANSON-Geschäftsführer Reiners, "wenn sich weitere Syndizierungen ergeben, werden andere folgen."
 
Bernd Luxa
 

"Erfolgsstorys sind unser Ziel"

Längst nicht jeder Business-Plan ist die Garantie für eine Erfolgsstory. Das hat Rolf Richter in den letzten zweieinhalb Jahren immer wieder feststellen müssen. Der 51-Jährige ist Geschäftsführer der business angel team GmbH in Braunschweig und hat in dieser Zeit gemeinsam mit etwa 20 aktiven Business Angels mehr als 500 Business-Pläne geprüft, lediglich 25 hielten dem kritischen Blick der Engel stand.
 
Bei BANSON - so die Abkürzung für das Business Angel Netzwerk Süd Ost Niedersachsen - setzen sich erfahrene Unternehmer für junge Existenzgründer ein, vermitteln Branchen-Kontakte und unterstützen die Jung-Manager beim Aufbau ihres Unternehmens mit Wissen und Kapital. Banson, sagen Experten, sei eines der aktivsten Netzwerke in Deutschland. Dass nur 25 Prozent der Geschäftsideen aus der Region Braunschweig kommen, sieht Rolf Richter eher positiv. "Das gibt uns die Chance, junge Unternehmer bei uns anzusiedeln."
 
Beim letzten Präsentations-Abend hätten zwei von drei Unternehmen eine sechsstellige Beteiligungssumme erhalten. Richter: "Um die Risiken zu reduzieren und die fachliche Unterstützung auf eine breitere Basis zu stellen, gehen Business Angels künftig vermehrt auch gemeinsame Beteiligungen ein."
 
Zum Thema Risikostreuung gehöre auch der neue High-Tech-Gründerfonds der Bundesregierung. Die business angel team GmbH habe dem Fonds in den vergangenen Wochen bereits vier Investitionsvorhaben vorgestellt, darunter das Braunschweiger Unternehmen Symtavision. Rolf Richter will sich 2006 noch stärker um die Weiterbildung der Wirtschafts-Engel bemühen. Vor allem bei Steuerfragen, Ko-Finanzierungsmodellen und Vertragsfragen gebe es einen deutlichen Bedarf. Dazu gehöre auch die schwierige Frage nach dem günstigsten Zeitpunkt, die Beteiligung wieder zu veräußern.
 
IHK Zeitschrift
wirtschaft1/2006
 

Angriff auf die Styropor-Box

Gründerfirma Absolute Cold will mit revolutionärem Konzept im Markt für Kühltransporte Fuß fassen.
 
Hätten Sie es gewusst ? Allein in Deutschland erzielen Kühlverpackungen einen Umsatz von 10 Milliarden Euro. Die Braunschweiger Firma Absolute Cold will mit einem ganz neuen Konzept in diesem Markt Fuß fassen.
Gründer brauchen Geschäftsideen. Und als sich Manfred Schwartz 2002 selbstständig machte, war er felsenfest überzeugt, dass seine Geschäftsidee richtig gut ist. Denn Kühltransporte sind ein boomender Markt. In erster Linie sind es Medikamente, die zwar tagelang unterwegs sind, deren Transport-Temperatur sich jedoch nur wenig verändern darf.
 
Herstellung in Handarbeit
 
Styropor-Boxen beherrschen bislang den Markt. Ihr Vorteil: Sie sind im Markt eingeführt und relativ billig. Ihr Nachteil: Sie sind sperrig und das Verhältnis von Verpackung zu Inhalt ist schlecht. "Was lag also näher, als nach einem dünnen, faltbaren Material zu suchen, dass dabei auch noch besser isoliert", meint Schwartz. Bei der Firma an der Kurt-Schumacher-Straße findet sich nun eine Vielzahl von Kühlkartons, die über Tage Temperaturen von bis zu Minus 10 Grad halten.
Die Kartons entstehen alle in Handarbeit. Darum finden manche auf einer Handfläche Platz, andere vermag nur eine Euro-Palette zu fassen. Und obwohl Schwartz zunächst nur die Pharma-Branche als Kunde im Auge hatte, werden die Boxen aus Braunschweig auch vielfältig "zweckentfremdet". Holländische Züchter versenden in ihnen temperaturempfindliche Pflanzensamen. Selbst Kaviar wird in den Boxen auf den Weg um die Welt gebracht.
 
Schwierige Akquise
 
Bis zu dieser Stelle hört sich alles märchenhaft an. Doch Schwartz verschweigt nicht, "dass wir unterschätzt haben, wie schwer es ist, Kunden zu einem Wechsel des Verpackungssystems zu bewegen". Denn um einen Systemwechsel geht es. Bei Absolute Cold hat man ausgerechnet, dass ihre Einzelboxen zwar deutlich teurer sind, doch weil sie prinzipbedingt mehr fassen und ihre Lagerhaltung weit billiger ist, sollen sich die Gesamtkosten dennoch um bis zu 65 Prozent verringern lassen.
Trotz all dieser Vorteile, so Schwartz, "ist es gleichwohl schwierig, mit einem innovativen Produkt in einem konservativ arbeitenden Markt Fuß zu fassen". Obgleich die Gesellschaft mit einem Grundkapital von 250 000 Euro vergleichsweise gut aufgestellt ist, wurde sich nun Unterstützung von den Business Angels geholt. Bei ihnen handelt es sich um Unternehmer, die nach lukrativen Beteiligungen Ausschau halten. Dabei ginge es, so Schwartz, nicht nur um die komplikationslose Bereitstellung von Kapital, "es geht auch um den Zugang zu Netzwerken, um das Produkt zu fördern". Die Wachstumsziele sind anspruchsvoll: In 5 Jahren soll der Umsatz mehr als 10 Millionen Euro betragen.
 
BZ, 22.12.2005

Banson: Gründer treffen private Geldgeber

Vier Projekte bei Bundes-Förderfonds angemeldet.
 
Die Zeit des Redens über Hilfen für Unternehmensgründer ist vorbei. Die regionalen Business-Angels, seit zwei Jahren organisiert in Banson, handeln. Zu ihrem jährlichen Netzwerktreffen haben sie Kapitalgeber nach Braunschweig geholt, um innovativen Gründern Chancen auf Anschub-Förderung zu eröffnen.
 
Gut 200 Teilnehmer, darunter sehr viele Investoren und Unternehmer, lernten gestern in den Räumen der GBF neue Finanzierungskonzepte ebenso kennen wie den Geschäftsführer des im September aufgelegten High-Tech-Gründerfonds der Bundesregierung, Dr. Michael Brandkamp, den deutschen Business-Angel des Jahres 2004 und Unternehmer Horst Linn aus Nordbayern, Thomas Ritterbusch, bei der Nord-LB zuständig für Firmenkunden, sowie den Braunschweiger Unternehmer und Business Angel Helmut Streiff.
 
Aus mehr als 500 Geschäftsideen habe Banson 25 besonders Erfolgversprechende Geschäftsmodelle ausgewählt, für die Mitinvestoren gesucht werden, berichtet Rolf Richter, Geschäftsführer der Business-Angel-Team GmbH. Vier Projekte seien beim High-Tech-Gründerfonds eingereicht. Darunter sind Symtavision, die erste Ausgründung aus der Technischen Universität, und die von der Wolfsburg AG ausgezeichnete Idee eines 74 sowie 80 Jahre alten Ehepaares, mit Lichtschranken am Bett Demenzkranke vor Unfällen zu schützen. Richter: "Der High-Tech-Fonds wird vor Weihnachten über zwei Projekte aus der Region entscheiden."
 
Regelmäßig bringt Banson Gründer mit mögichen Geldgebern zusammen. Im September wurden drei Unternehmen vorgestellt, eines davon wird von Business Angeln als Co-Finanzierer mit einem sechsstelligen Betrag unterstützt, mit einem zweiten werde abschließend verhandelt, so Richter.
Banson qualifiziert Gründer und Kapitalgeber, zeigt etwa auf, wie Geldgeber unbeschadet aus einem Investment herauskommen, falls eine Beteiligungsgesellschaft einsteigt. Bundesweit gebe es 1000 Business Angels, so Richter. Sie hätten 100 Millionen Euro Eigenkapital für Gründer beigesteuert. Ein Trend sei, dass mehrere Business Angels gemeinsam mehrere Gründer unterstützen, um das Risiko zu mindern. Zudem erleichtere die Arbeit von Banson Banken die Kredit-Vergabe.
 
BZ, 1.12.2005

Archiv Presseveröffentlichungen über BANSON

Geldspritzen für Spitzengründer - Braunschweiger Investment-Team hilft Jungunternehmern bei Bewerbung um Kapital aus Bundesfonds

"Nach jahrelanger Flaute steht Erfolg versprechenden Gründungen in der Spitzentechnologie endlich wieder Wagniskapital zur Verfügung, um fit für den Markt zu werden", freut sich Rolf Richter über den Hightech-Gründerfonds von Bund und Unternehmen.
Richter ist Geschäftsführer der Braunschweiger Business Angel Team GmbH. Und er weiß: "Gründer kann man nicht backen, aber man kann ihnen Anreize geben." Und genau das geschieht jetzt.
Der bis 2011 laufende Fonds hat Richter zufolge ein Volumen von 262 Millionen Euro und soll die Lücke in der Finanzierung neugegründeter Technologieunternehmen schließen. Mit 240 Millionen Euro kommt der Löwenanteil der Mittel vom Bund. Das restlichen Geld steuern die staatliche Förderbank-Gruppe KfW (Kreditanstalt für Wiederausbau) sowie BASF, Deutsche Telekom und Siemens bei.
Voraussetzungen für ein Investment sind laut Richter unter anderem eine Gründerpersönlichkeit, ein besonders hoher Innovationsgrad des Produktes oder der Dienstleistung, ein Alleinstellungsmerkmal und realistische Umsatz- und Ergebnisplanungen.
70 bis 80 neue Technologiefirmen sollen jährlich in der Startphase Wagniskapital erhalten, um ihre Ideen zur Marktreife zu bringen. Doch um überhaupt Mittel aus dem Fonds zu bekommen, bedarf es laut Richter einer positiven Bewertung durch einen akkreditieren Coach.
Die einzigen beglaubigten Berater der High-Tech-Gründerfonds GmbH in Niedersachsen sind laut Richter die Braunschweiger Business Angel Team GmbH und die Wolfsburg AG. "Wie trennen sozusagen die Spreu vom Weizen", meint Richter.
Wenn das Konzept stimmt, erarbeitet der Coach zusammen mit dem Gründer einen Antrag auf Finanzierung und reicht ihn bei der Gründerfonds GmbH ein. Wenn alles passt, könnte schon in drei Monaten Gründerkapital fließen.
Der Gründerfonds stellt den Unternehmen laut Richter bis zu 500 000 Euro im Rahmen einer ersten Finanzierung zur Verfügung. Die Mittel würden in einer Kombination aus Eigenkapital und Nachrangdarlehen angeboten, bei dem die Zinsen in Höhe von zehn Prozent maximal vier Jahre gestundet werden könnten. Die Gründer selbst steuerten 20 Prozent der Mittel als Eigenkapital bei, die zur Hälfte über Business Angel oder andere Investoren finanziert werden könnten.
Da schließt sich der Kreis, denn Business-Angel-Team-Chef Richter gehört auch zum Vorstand der Business Angel Südostniedersachsen im Braunschweiger Technologie-Park. Die 20 Investment-Engel beteiligen sich finanziell und mit Rat und Tat an jungen Firmen in ganz Deutschland. Für die Banson-Mitglieder unserer Region errechnet sich laut Richter eine potenzielle Investment-Summe von 3,4 Millionen Euro.
 
BZ 23.09.2005

Investitions- und Förderbank des Landes will Mittelstand stärken und Existenzgründern auf die Sprünge helfen

 
 
BRAUNSCHWEIG. Knapp 900 Arbeitsplätze hat der Mittelstand in unserer Region 2004 mithilfe von Zuschüssen und Darlehen der N-Bank geschaffen. Das sagt der Braunschweiger Chef der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, Harald Karger.
 
Die N-Bank hat außerdem Geschäftsstellen in Hannover, Lüneburg und Oldenburg. Ihr Fördervolumen belief sich im vergangenen Jahr laut N-Bank-Sprecher Jörg Wieters auf insgesamt 444,5 Millionen Euro.
 
In Braunschweig hat die Förderbank seit gut einem Jahr ihren Sitz auf dem Artmax-Gelände. Mittlerweile sind hier vier Mitarbeiter damit beschäftigt, die Bonität kleiner und mittlerer Firmen zu stärken, Existenzgründern auf die Sprünge zu helfen und Investitionen anzuregen. Vor dem Hintergrund der Veränderungen der Eigenkapital-Anforderungen für Banken – bekannt unter dem Begriff Basel II –, bietet die N-Bank zusätzliche Finanzierungsquellen für Betriebe.
 
Auch das Handwerk der Region profitiert
 
"Dabei arbeiten wir eng mit Kammern, kommunalen Wirtschaftsförderern und dem Business Angel Netzwerk Süd-Ost Niedersachsen zusammen", so Karger. Und mit den Kreditinstituten. Die prüfen nämlich die Bonität der Unternehmen und vermitteln N-Bank-Kredite.
 
Hauptprodukt der Förderbank ist laut Karger der Niedersachsen-Kredit. Allein in Braunschweig seien bis Juli 2005 Darlehen in Höhe von gut 27 Millionen Euro aus diesem Topf für Betriebsmittel und Investitionen bewilligt worden. Die Höhe des Kredits liege zwischen 30 000 und 500 000 Euro. Der Zinssatz schwanke je nach Bonität der Firma zwischen zwei und sechs Prozent.
 
"Der kleine Niedersachsen-Kredit in Höhe von 5000 bis 30 000 Euro ist vor allem für Existenzgründer und kleine Unternehmen gedacht", sagt Karger. Er laufe in der Regel vier bis zehn Jahre – davon höchstens zwei Jahre tilgungsfrei. Der Zinssatz liege bei sieben Prozent.
 
Die Höhe des Innovations-Darlehens liege bei 50 000 bis eine Million Euro. Der Zins betrage 3,5 Prozent. Vergeben wird er laut Karger vor allem für die Entwicklung neuer oder die Weiterentwicklung älterer Produkte etwa aus den Bereichen Biotech, Mikrotechnik oder Telematik. "Die N-Bank fördert aber auch Innovationen im Handwerk", sagt Karger.
 
Unternehmensberatung auch ohne Kredit
 
1,5 Millionen Euro steckt die N-Bank Karger zufolge niedersachsenweit zusätzlich ins Unternehmens-Coaching. Dabei fördere sie die begleitende Beratung von Unternehmen durch professionelle Coachs mit dem Ziel, Management- und Informationsdefizite in entscheidenden Phasen der Geschäftsentwicklung zu beseitigen.
 
Die Beratung werde in der Regel mit 50 Prozent des Preises bezuschusst. "Dieser Zuschuss ist aber nicht zwingend mit einem Darlehen verknüpft", erklärt der Braunschweiger N-Bank-Chef.
 
Zusätzlich vermittelt die Förderbank Zuschüsse aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Wirtschaftskraft (GA) ab 35 000 bis 40 000 Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln.
 
"Bis auf Wolfsburg und Gifhorn, ist unsere Region immer noch GA-Fördergebiet", sagt Karger. Und bis 2006 sei dieser Topf noch gesichert. "Es lohnt sich also, sich noch um Zuschüsse zu bewerben", appelliert Karger.
 
BZ, 12. September 2005

25 Millionen Euro für Firmen-Gründer - Investmentfonds für die Region Südostniedersachsen geplant – Beteiligung an jungen Technologiefirmen

Mit einem eigenen Investmentfonds, auf Südostniedersachsen zugeschnitten, sollen junge und zukunftsträchtige Technologie-Unternehmen in der Region gefördert werden.
Das Projekt kommt aus der heimischen Wirtschaft und soll noch in diesem Jahr gestartet werden. Es könnte Modellcharakter auch für andere Regionen haben. Initiiert wird das Projekt vom regionalen Business-Angel-Netzwerk. Business Angels sind nach amerikanischem Vorbild gestandene Unternehmer und Manager, die Gründerfirmen beraten und sich auch beteiligen.
Der Fonds soll sich gezielt an interessanten jungen High-Tech-Firmen beteiligen. "Da gibt es in unserer Forschungsregion ein großes Potenzial", meint Mit-Initiator Dr. Raymund Vorwerk.
Zunächst sollen fünf Millionen Euro von Anlegern für den Fonds gesammelt werden. Später sollen es 25 Millionen Euro an Einlagen werden. Potenzielle Anleger seien, so Vorwerk, vermögende Privatpersonen, professionelle Wagniskapitalfirmen und große Unternehmen aus der Region. Er ist sich sicher, die Gelder zügig einwerben zu können.
Noch im November sollen zwei Trägergesellschaft für den Fonds gegründet werden. Der Anreiz für die Anleger: Gute Renditen, wenn die Beteiligungen später – nachdem die jungen Firmen hoffentlich erfolgreich gewachsen sind – wieder verkauft werden. Manager des Fonds, sollen drei Business Angel sein. Über Investitionen soll ein Anlage-Ausschuss entscheiden.
 
BZ 23.10.2004

"Raus aus dem eigenen Dunstkreis" - Business-Angel-Team begleitet Software-Firma Delair auf dem Weg zum Weltmarkt

Ingenieure unter sich: Das ist die geballte Ladung Fachwissen, doch unternehmerisch nicht zwingend ideal: "Das Business-Angel-Team hat uns geholfen, aus dem eigenen Dunstkreis rauszukommen", sagt Dietmar Dippe. Er ist Geschäftsführer und Gründer der Firma Delair am Braunschweiger Flughafen. Sie entwickelt seit sieben Jahren Computer-Programme für eine effizientere Flugabwicklung.
Delair-Systeme vernetzen Flugsicherung, Flughafenbetreiber, Abfertigungs- und Fluggesellschaften miteinander. Unnötige Verspätungen, überflüssige Flugstunden und Wartezeiten am Boden sollen so vermieden werden. Auf dem Züricher Flughafen ist die Software seit einem Jahr im Einsatz.
Etwa ein Jahr ist es auch her, dass Deppe übers Bonusprogramm des Landes Niedersachsen Kontakt zum Business-Angel-Team im Braunschweiger Technologie-Park aufnahm. Hier werden erfahrene Unternehmer oder Manager, die oft selbst noch beruflich aktiv sind, und Existenzgründer zusammengebracht.
Business Angels beteiligen sich selbst finanziell an jungen Firmen, weil Banken und Wagniskapitalgeber in der Start-up-Phase "meist zögerlich mit Geld sind", sagt Rolf Richter. Er ist Geschäftsführer der Business-Angel-Team GmbH. Nach einem Coaching und einer Kapitalunterstützung durch Richters Team fühlt sich Deppe reif für den Weltmarkt. "Wir haben einen internationalen Vertriebspartner gefunden: das australische Unternehmen Lochard, das Weltmarktführer für Lärmvermessungsgeräte und auf 130 Flughäfen weltweit vertreten ist", freut sich Deppe. So profitiere man von einem bestehenden Vertriebsnetz, könne es aber auch ergänzen.
Das habe zu guten Kontakten geführt und zu engen Gesprächen mit Flufgsicherungen in Australien, Europa und dem Mittleren Osten. Von denen verspricht sich Deppe Vertragsabschlüsse und kräftiges Wachstum. In drei bis fünf Jahren soll sich die Zahl seiner Beschäftigten auf 30 verdoppeln. Der Umsatz soll in den kommenden fünf Jahren von 1,5 Millionen Euro in 2003 auf 10 Millionen Euro steigen.
"Wir hätten uns so nicht aufstellen können, wenn wir keine Unterstützung gefunden hätten", so Deppe. Ohne diese Hilfe bestehe die Gefahr, dass das Produkt so in den Vordergrund rückt, dass man das Drumherum nicht mehr erkenne. "Das ist symptomatisch für technologieorientierte Firmen", weiß Richter. Er bemängelt, dass in Deutschland in der Ingenieursausbildung die unternehmerische Komponente nicht vermittelt wird. Darum bräuchten junge Firmen direkte Hilfe, die über die Inhalte eines normalen Coachings hinausgehe. Richter: "Der Berater geht wieder weg, der Business Angel ist mit seinem Kapital gefangen und hat das nachhaltige Interesse, dass das Unternehmen floriert."
 
BZ 30.09.2004

Begleitung auf dem Weg zum Erfolg - Technologie-Kontaktstelle der TU Braunschweig zieht Bilanz – 30 High-Tech-Gründer unterstützt

Positive Bilanz der Technologie-Kontaktstelle der Technischen Universität Braunschweig : Fast 30 Existenzgründungen hat die Einrichtung in den vergangenen zwei Jahren begleitet - von der Unternehmensberatung bis zur Molekularen Diagnostik.
Sie werden jetzt in einer Broschüre "Unternehmensausgründungen – Wirtschaft durch Wissenschaft" vorgestellt. Darunter befinden sich zwei Firmen, die das Land Niedersachsen mit Preisen für die besten Neugründungen aus Universitäten ausgezeichnet hat.
"Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Neugründungen, sondern wie zukunftsträchtig ein Unternehmen ist", sagte Dr. Bernd Albert, Leiter der Technologie-Kontaktstelle. "Es zählt die Qualität." Hilfestellung für einen neuen Computerladen leiste seine Einrichtung nicht.
Ein wesentliches Ziel der Technologie-Kontaktstelle ist es, Unternehmensgründungen in der Region zu fördern und Wissenschaftler aus renommierten Forschungseinrichtungen am Standort Braunschweig zu halten. Denn ein Gründer schafft Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft.
Tatkräftige Unterstützung bekommen die Mitarbeiter der Technologie-Kontaktstelle von Mitgliedern einer Initiative namens Banson, dem "Business Angel Netzwerk Süd Ost Niedersachsen". Diese "Wirtschafts-Engel", ehemalige Führungskräfte im Ruhestand, beraten potenzielle Gründer, prüfen, ob deren Geschäftsidee nachhaltig ist und überlegen, wer bei der Verwirklichung helfen kann.
 
Technologiebörse geplant
 
"Wir coachen die Leute und begleiten sie auf ihrem Weg zum Erfolg", sagte Dr. Horst Schindler vom Banson-Vorstand. Viele Wissenschaftler hätten zwar konkrete Vorstellungen oder ein Patent, es fehle jedoch die kaufmännische Seite, ergänzt Albert.
Um künftig weitere Ausgründungen zu fördern, will Dr. Jörg Schrader, Mitarbeiter der Technologie-Kontaktstelle, in den Instituten verstärkt nach Ideen und Forschungsergebnissen suchen, die sich vermarkten lassen, und Wissenschaftler zur Selbstständigkeit ermutigen. Hat er eine tolle Idee entdeckt, will er die Forscher unterstützen, sie verständlich und interessant darzustellen. Schrader: "Denn die beste Idee nützt nichts, wenn der Wissenschaftler sie nicht erklären kann."
Mit seiner Initiative will Schrader allerdings nicht nur Existenzgründer fördern. Auch Unternehmen sollen künftig in den Genuss von Forschungsergebnissen kommen, die derzeit noch in den Schubladen der Wissenschaftler schlummern. In Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer soll eine Technologiebörse aufgebaut werden, in der künftig interessante Ergebnisse über das Internet veröffentlicht werden.
 
Zwei Preise
 
Wie erfolgreich Braunschweiger Existenzgründer sind, zeigen die zwei Preise des Landes Niedersachsen. Der erste Preis ging an die Mavionics GmbH, die sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Mikroflugzeugen spezialisiert hat. Diese autonomen Fluggeräte können als Staumelder eingesetzt werden, bei der Wettervorhersage oder bei Industrieunfällen. Mit dem zweiten Preis wurde die Vehico GmbH ausgezeichnet. Deren Mitarbeiter haben unter anderem Produkte entwickelt, die Versuchsfahrten ohne Fahrer ermöglichen.
Unterstützung für Existenzgründer bietet jedoch nicht nur die Technologie-Kontaktstelle der TU. Auch die Europäische Union stellt unter bestimmten Voraussetzungen Geld für Ausgründungen zur Verfügung. Sie will mit zwei Millionen Euro Unternehmen fördern, die sich in einem bestimmten Gebiet im Norden Braunschweigs (nördlich der Autobahn und Kralenriede) angesiedelt haben. Albert: "Da hoffen wir auf weitere Gründungen."
 
BZ 02.08.2004

"Business Angels": Kreis wartet ab - Verein "Banson" sucht Unternehmer, die Existenzgründer mit ihrem Kapital und Wissen unterstützen

Ob der Landkreis dem Verein "Business Angels Netzwerk Süd-Ost Niedersachsen", kurz "Banson", beitreten wird, blieb in der gestrigen Sitzung des Kreis-Wirtschaftsausschusses offen. Der Verein unterstützt Existenzgründer mit besonders erfolgversprechenden Geschäftsideen.
"Business Angel" im Sinne des vor elf Monaten gegründeten Vereins ist ein ehemaliger Unternehmer oder Manager, der sein Wissen, aber auch sein Kapital Firmengründern zur Verfügung stellt. Über 100 000 Euro an freiem Kapital sollte solch ein Engel verfügen, um Jungunternehmern unter die Arme zu greifen. Nicht aus Mildtätigkeit freilich. Vielmehr soll der "Business Angel" vom Erfolg seines Zöglings profitieren. Er erhält Firmenanteile, die er nach einigen Jahren veräußern kann.
In Zeiten, da Existenzgründer auf Kapitalsuche bei Banken in aller Regel abblitzen, kann solch eine Form der Hilfe wertvoll sein. "Banson" hat derzeit zehn aktive "Business Angels" in seinen Reihen, die Gesamtmitgliederzahl lag Ende 2003 bei 34. Auch Kommunen und Institutionen können dem Verein beitreten. Die Wolfsburg AG und die Initiative "Braunschweig Zukunft" haben dies bislang getan. Sie zahlten jeweils 40 000 Euro in die Vereinskasse. Eine für den Kreis Helmstedt unvorstellbare Summe, wie mehrere Ausschussmitglieder betonten.
Im Ausschuss drehte sich rasch alles um die Frage, wie der Kreis Helmstedt von einer Mitgliedschaft (Jahresmindestbeitrag 1000 Euro) profitieren könnte. Ziel von "Banson" ist es unter anderem, die Wirtschaftsförderer der Kreise und Städte in Südost-Niedersachsen mit wichtigen Institutionen in einem Netzwerk zusammenzubringen. Außerdem sollen Gründungswettbewerbe unterstützt werden. Bei überregionalen Zusammenkünften stellt Banson das wirtschaftliche Leistungsprofil der Region vor.
Auf diesen "Werbeeffekt" verwies abschließend Landrat Gerhard Kilian, als er zu bedenken gab, dass sich allein aus diesem Grund eine Mitgliedschaft bezahlt machen könnte. Das Thema wird zunächst in den Fraktionen weiter diskutiert. Auf den Abschlussbericht in Sachen "Projektregion Braunschweig" werden die Kreistagspolitiker noch bis zum 21. Juni warten müssen. Wirtschaftsförderer Jörg Pohl teilte mit, dass mit dem beauftragten Beratungsunternehmen McKinsey vereinbart worden sei, bis zu diesem Datum keine Einzelheiten durchsickern zu lassen. Der Bericht, der die erste Projektphase abschließt, soll so genannte Profilfelder herausarbeiten, auf denen sich die Region Braunschweig wirtschaftlich profilieren kann. Die Kernthemen lauten "Mobilität, Wissen, Umwelt".
 
Mit Spannung dürften die Politiker verfolgen, welche Vorschläge der Helmstedter Kreis-Wirtschaftsförderung Aufnahme in den Bericht finden werden. Die erste Projektphase kostete knapp 1,9 Millionen Euro, 100 000 Euro davon entfielen auf den Kreis Helmstedt. Unternehmen steuerten 600 000 Euro bei, das Land Niedersachsen ebenfalls. In der zweiten Phase wird es darum gehen, Ideen umzusetzen. Dafür wird erneut Geld benötigt. "Dass wir noch einmal in die Tasche greifen, ist eher unwahrscheinlich", sagte Kilian. "Dann müsste es schon um Projekte gehen, von denen wir erkennbar profitieren können."
 
BZ Helmstedt 05.05.2004

Von Engeln mit zwei Flügeln - Banson lädt zur Podiumsdiskussion ein: "Keine Chance für Gründer in der Region?"

"Engel sind Wesen mit zwei Flügeln. Business Angels auch", erklärt Rolf Richter vom Vorstand des Vereins "Business Angel Netzwerk Süd-Ost Niedersachsen" (Banson) in Braunschweig. Der eine Flügel: ihr professionelles Wissen und die Erfahrung. Der andere: Das ist ihr Geld.
 
"Umfeld stimmt nicht"
 
Business-Angel-Vernetzungen wie Banson gibt es laut Richter mittlerweile 40-mal in ganz Deutschland. Hier sollen erfahrene Unternehmer oder auch Manager, die oft selbst noch beruflich aktiv sind, und Existenzgründer ohne Erfahrung zusammengebracht werden. Business Angels beteiligen sich selbst auch finanziell an jungen Firmen, weil Banken und Wagniskapitalgeber in der Start-Up-Phase "meist eher zögerlich mit Geld sind", sagt Richter.
Banson knüpft also seit Juni Kontakte mit Firmen und Institutionen in der Region zwischen Harz und Heide. Der Verein hat bislang zehn Business Angels im Boot, Experten fürs Coaching von Gründern angeworben und mit den Wirtschaftsförderern von Kommunen und Land eine enge Zusammenarbeit entwickelt. TU Braunschweig, Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Wolfsburg AG, Braunschweig Zukunft GmbH, Arbeitgeberverband Braunschweig und Land Niedersachsen mischen unter anderem bei den Banson-Aktivitäten mit. Insgesamt sechs Existenzgründer werden laut Dr. Horst Schindler von der Technologie-Kontaktstelle der TU Braunschweig und ebenfalls im Banson-Vorstand zurzeit "konkret gecoacht". Wagniskapital oder, wie es die Banson-Männer lieber nennen, "Chancenkapital" sei für diese Start-Ups zumindest schon in Aussicht. "Das ist aber noch zu wenig", gibt Schindler zu. "Wir müssen ein Gründerklima hier erst schaffen." An kreativen Ideen mangele es ja nicht. "Aber das wirtschaftliche Umfeld stimmt nicht", meint Schindler.
 
Banson sieht sich laut Richter, der selbst Business Angel ist, als Helfer, Geschäftsideen zu vermarkten. Dabei muss es sich gar nicht immer um Hochtechnologie handeln, meint Banson-Mitglied Dr. Raymund Vorwerk. Wichtig sei nur, "dass die Idee überhaupt eine Chance hat, erfolgreich zu sein" – und, dass der Gründer in unserer Region bleibt.
 
Um sich bei potenziellen Firmengründern, interessierten Wagniskapitalgebern und all denen, "die sich dafür interessieren, dass es in der Region weitergeht" (Richter), bekannter zu machen, lädt Banson für Donnerstag, 27. November, zur Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Forum der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig-Stöckheim. Mit dem Titel "Keine Chance für Gründer in der Region?" wolle man natürlich absichtlich provozieren, stellt Richter klar. "Wir haben hier ja ein großes Innovationspotenzial, auf das man richtig stolz sein kann." Nur die unternehmerische Nutzung, die fehle eben noch.
 
Großes Innovationspotenzial
 
Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind
Peter Jungen, Gründungsmitglied des deutschen und Präsident des europäischen Business Angel Netzwerkes, Professor Peter Voersmann, Leiter des Instituts für Luft- und Raumfahrtsysteme an der TU Braunschweig und Aerodata-Gründer, Dr. Georg Birkhan, Lehrbeauftragter für Psychologie an der Uni Hamburg, Reinhard Jahn, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Braunschweig, Ralf Meyer vom Aufbauteam der Niedersächsischen Investitionsbank (N-Bank) und Rolf Richter, Banson-Vorstand und Geschäftsführer der Business Angel Team GmbH.
 
BZ 20.11.2003

Profi-Hilfe für Gründer - "Business Angel Netzwerk" für die Region – Lob vom Wirtschaftsminister

Ein positives Gründerklima in der Region schaffen, damit mehr innovative und technologieorientierte Firmen mit möglichst vielen neuen Jobs gegründet werden – das ist das Ziel des "Business Angel Netzwerkes Süd-Ost Niedersachsen" (Banson), das sich jetzt in Braunschweig als Verein konstituiert hat.
 
Business Angels sind eine amerikanische Erfindung: Erfahrene Unternehmer und Manager, meist selbst noch aktiv, unterstützen Gründer in der kritischen frühen Startphase mit ihrem professionellen Wissen und ihrer Erfahrung. Sie beteiligen sich auch selbst direkt an den Firmen, weil Banken und Wagniskapitalgeber in der Start-Up-Phase meist zögerlich mit Geld sind.
Inzwischen wächst diese Bewegung auch in Deutschland. In 40 Regionen gibt es bereits solche gezielten Gründer-Aktivitäten, die jeweils in regionalen Netzwerken gebündelt werden. In Braunschweig startete vor einem Jahr zunächst die Business Angel Team GmbH, berichtet Mit-Initiator Rolf Richter. Das Team schuf die Basis für ein regionales Gründerkonzept: Kontakte mit Firmen und Institutionen wurden systematisch geknüpft, neue Business Angels gewonnen, Experten fürs Coaching von Gründern angeworben und mit den Wirtschaftsförderern der Kommunen und des Landes entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit.
 
So entstand mit der Zeit ein Netzwerk, für das nun ein Verein als Handlungsplattform gegründet worden ist. Er hat zum Start bereits 30 Mitglieder, darunter viele bekannte Manager, Unternehmer, Firmen und Forscher aus der Region. Dabei sind auch die Wolfsburg AG und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Braunschweig, die die Gründer-Aktivitäten auch finanziell unterstützen wollen. Mittelfristig sollen es 100 Mitglieder werden. Das können neben aktiven Business Angels auch Unternehmen und Personen als "Förderer" sein, erläutern Richter und Dr. Horst Schindler (Technologie-Kontaktstelle der TU Braunschweig), die bisher mit Hermann Borchers (Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter) den Vereinsvorstand bilden. Das professionelle Gründer-Geschäft des Vereins wird die Braunschweiger Business Angel Team GmbH betreiben, zu der neben Richter noch Hans-Richard Reiners und Uwe Köhler gehören.
 
In der Region bestehe in Sachen Gründerförderung einiger Handlungbedarf, meint Schindler: Man liege im Bundesvergleich, was High-Tech-Gründungen betreffe, nur im unteren Mittelfeld. Richter fügt hinzu: "Unser Konzept kann nur funktionieren, wenn es in der Region eine breite Basis dafür gibt."
Banson will innovative Gründer vor allem in den Bereichen fördern, die in den bestehenden oder noch zu definierenden Schwerpunktfeldern (Cluster) der Region starten. Denn die können auch die größten Wachstums- und Arbeitsplatzimpulse geben. Daraus ergibt sich, dass eng mit den Forschungseinrichtungen der Region zusammengearbeitet werden soll.
 
In Hannover findet die regionale Gründer-Initiative starke Beachtung. "Das ist eine hervorragende Idee", meint Wirtschaftsminister Walter Hirche und verspricht die Unterstützung des Landes.
 
BZ 07.06.2003

Keine Geschäftsidee muss mehr sterben - Salzgitter, Goslar und Wolfenbüttel wollen Mittelstand besonders fördern

Was passiert, wenn der Chef eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens eine geniale Geschäftsidee hat, ihm aber das Kapital zur Umsetzung fehlt? Nicht selten stirbt die Idee. Um genau das zu vermeiden, haben die Landkreise Wolfenbüttel und Goslar sowie die Städte Salzgitter und Goslar gemeinsam einen Bonus-Stützpunkt gegründet. onus steht für "Beteiligungs-Offensive für Niedersächsische Unternehmen und Start-Ups" und ist ein im vergangenen Jahr aufgelegtes Programm des Landes. Ziel ist es, den innovativen Mittelstand mit Kapitalgebern zusammenzuführen. Das können private oder öffentliche Beteiligungsgesellschaften sein, aber auch private Geldgeber, so genannte Business Angels. Letztere sind in der Regel ehemalige Unternehmer, die nicht nur Geld zur Verfügung stellen, sondern auch ihr Wissen.
 
Unternehmensanteil wächst
 
Beteiligungskapital – wie funktioniert das? In der Regel erwirbt der Geldgeber über einen vertraglich geregelten Zeitraum einen Anteil am Unternehmen. Dieser Anteil gewinnt in dem Maß an Wert, wie der Betrieb wächst. Ist die vereinbarte Beteiligungszeit abgelaufen, zahlt der Unternehmer seinem Geldgeber den im Wert gesteigerten Firmenanteil aus.
Das Land hat zwar die Gründung von Bonus-Stützpunkten angeregt, aber nicht vorgeben, welche Städte oder Landkreise miteinander zusammenarbeiten sollen. "Weil es in Wolfsburg schon einen Bonus-Stützpunkt gibt, haben wir uns überlegt, die Wirtschaftsförderungs-Kompetenzen von Goslar, Wolfenbüttel und Salzgitter für dieses Projekt zu bündeln", erläutert Dr. Jörg Aßmann von der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter (Wis).
Seine Kollegin Carolin Dippold, Wirtschaftsförderin im Landkreis Goslar, ergänzt: "Wir sind schon stolz auf diese Zusammenarbeit, weil Wirtschaftsförderung sonst ein Konkurrenzgeschäft ist."
Wenn ein Unternehmen einen Kapitalgeber sucht, erhält der Betrieb von den Mitarbeitern des BonusStützpunkts zunächst eine Beratung. In diesem Gespräch wird geklärt, ob der Betrieb für das Projekt geeignet ist. Voraussetzung ist zum Beispiel, dass die Firma stark wachsen will, nicht mehr als 25 Mitarbeiter beschäftigt und der Jahresumsatz die 7-Millionen-Euro-Grenze nicht überschreitet. Werden diese Kriterien erfüllt – darüber wacht und entscheidet die Bonus-Zentrale in Hannover – kann das Unternehmen auf Antrag eine Coaching- (Betreuungs-) Förderung erhalten. Diese Zuschüsse betragen maximal 15000Euro und sollen es dem Betrieb ermöglichen, mit Fachleuten ein Konzept zusammenzustellen, das die Kapitalgeber von der Geschäftsidee überzeugen soll.
 
Woher kommen aber diese Experten? "Bei uns können sich Berater melden, die bereits Erfahrung im Bereich Beteiligungsfinanzierung haben. Damit halten wir die Zuschüsse für das Coaching in der Region", erläutert Aßmann den Aspekt der indirekten Wirtschaftsförderung.
 
Netzwerk aufbauen
 
Darüber hinaus will Bonus ein Business-Angel-Netzwerk aufbauen und bei der Suche nach Aufsichts- und Beiratsmitgliedern helfen. Die wohl wichtigste Aufgabe des BonusTeams aber ist es, Hemmschwellen abzubauen. "Viele Betriebe haben große Angst vor Beteiligungskapital, weil sie fürchten, die Kontrolle zu verlieren", berichtet Carolin Dippold.
 
BZ 12.04.2003

Netz für TU-Ausgründer - Von der Dissertation zum Geschäftsplan – Kooperation mit Business-Angel-Team

Die höchste Forschungsdichte in Europa ist in der Region Braunschweig konzentriert. Doch damit hält die Zahl der Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventen keineswegs Schritt. Das soll sich ändern: Die TU Braunschweig und das Business-Angel-Team wollen ganz praktisch Existenzgründern helfen.
 
Wie groß das Potenzial ist, verdeutlicht diese Tatsache: Während allein aus der TU Stuttgart rund 90 Ausgründungen in einem Jahr registriert wurden, waren es niedersachsenweit nicht einmal halb so viele. "Wir sind nicht so schlecht. Wir vergleichen uns mit den besten. Das belegt das hervorragende Ranking der TU Braunschweig. Im Maschinenbau und der Elektrotechnik gehört sie zu den sechs stärksten in Deutschland", sagte TU-Vizepräsident Professor Jürgen Hesselbach. Enen Grund für die relativ wenigen Ausgründungen sieht er in der Prägung des Wirtschaftsraums durch Großunternehmen. Um die Ausgründungen voranzubringen, wurde mit dem Segen des Landes die TUBS GmbH geschmiedet, die mit der Business-AngelTeam (BAT) GmbH eine Kooperation vereinbart hat. Die "Gründer-Engel" aus dem Technologiepark Braunschweig haben sich Beratung und Begleitung von Existenzgründern aufs Panier geschrieben. Nach vorherigen eigenen Gründungs-Erfahrungen – positiven wie negativen. Einer der "Engel" ist Rolf Richter, einst Gründer von Miro.
 
Allein könne die TU die Gründungsinitiative im Auftrag des Landes nicht umsetzen, so Hesselbach. Deshalb sei man erstmals eine Kooperation mit einem privatwirtschaftlichen Unternehmen eingegangen. Mit klarer Arbeitsteilung. TUBS wolle den "Übergangswiderstand" gegen einen Wechsel von der Forschung in die Wirtschaft überwinden helfen, erklärte Hesselbach. Die Dissertation könnte dann in einen Geschäftsplan münden. TUBS werde für verlässliche Rahmenbedingungen und standardisierte Prozesse für Ausgründungen sorgen. Gründer könnten Räume und Geräte der Uni nutzen, angebunden an die Technologietransferstelle.
 
Eine Möglichkeit sei auch die Beteiligung der TU an jungen Unternehmen, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Die Form der Beteiligung stehe noch nicht fest. "Man könnte mit Patenten die Unternehmensgründungen füttern", schwebt dem Forscher vor. Das könnte sich auch für die TU langfristig als Geschäft erweisen.
 
Das Business-Angel-Team will Risiko-Kapital sammeln und wird Gründern beim Business-Plan ebenso helfen wie bei der Kapitalbeschaffung und beim Marktzugang. Die Betreuung soll fortdauern, bis der Gründer einen Partner findet. Die Gründer-Paten möchten mit anderen Initiativen in der Region und der Wirtschaftsförderung der Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort Braunschweig GmbH (WFTB) ein Netzwerk knüpfen.
 
Hesselbach betont, dass die Region mit 22 000 Studenten in Braunschweig, mit der TU Clausthal, mit der Fachhochschule, den vielen Forschungseinrichtungen wie der GBF, den Fraunhofer-Instituten und den Forschungsanstalten für Clusterthemen mehr bietet als Biotechnologie und Forschungsflughafen. Er will unternehmerisches Denken in der TU stärken: Ausgründungen aus einem Institut könnten zum Qualitätsmerkmal werden.
 
BZ 14.12.2002

Business Angels mit Bonus - Erfahrene Unternehmer wollen Gründer mit landesweitem Netzwerk fördern

Junge technologierorientierte Unternehmen, die hoffnungsvoll unterwegs sind, will Bonus, die Beteiligungsoffensive des Landes Niedersachsen, mit Rat und Geld unterstützen. Business Angels sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.
 
Business Angels sind erfahrene und finanziell unabhängige Unternehmer, meist selbst noch aktiv, die Gründer in der schwierigen Startphase mit ihrem gewachsenen Wissen unterstützen und sich auch an deren Firmen beteiligen, zumindest aber Beteiligungskapital vermitteln. Die Idee kommt aus den USA und wird zunehmend in Deutschland umgesetzt. In Braunschweig haben sich jüngst drei Unternehmer der ITBranche, Rolf Richter, Hans-Richard Reiners und Ralf Geishauser, zu einer Business Angel Team GmbH zusammengetan, um Gründer in der Region aktiv zu unterstützen oder junge High-Tech-Firmen in die Region zu holen. Dafür soll ein kompetentes Netzwerk mit Experten verschiedenster Fachbereiche und auch mit potenziellen Geldgebern installiert werden. Dabei können sich die drei Initiatoren eine enge Zusammenarbeit mit der geplanten Braunschweig AG vorstellen. Richter: "Wir wollen einen Kreis von engagierten und wohlhabenden Privatpersonen aufbauen, die die Unternehmens- und Gründungskultur in der Region fördern".
 
Das Braunschweiger Team ist zugleich auch Partner von Bonus vor Ort in der Region. Denn ein Baustein der Landesinitiative, die zum Jahresanfang unter der Regie der Landestreuhandstelle gestartet worden ist, sollen Business Angels sein. "Wir wollen ein Business-AngelNetzwerk in Niedersachsen aufbauen", erklärte Erika Fette vom BonusTeam gestern auf einer Veranstaltung in Braunschweig. Derzeit gebe es bereits sieben regionale Initiativen und insgesamt 35 Business Angels im Lande. Es sollen noch viel mehr werden. Auch das Braunschweiger Team ist noch offen für neue Mitglieder.
 
Auf regelmäßigen "Matching-Treffen" im Lande sollen Kontakte zwischen Business Angel als private Investoren und innovativen Gründern gezielt hergestellt werden. Auf dem Braunschweiger Treffen gestern Abend stellten sich beispielsweise fünf junge Unternehmen aus Niedersachsen, davon zwei aus Braunschweig, mit ihren Ideen und Konzepten vor. Daraus entwickelt sich dann meist ein reger Erfahrungsaustausch und es können künftige Partnerschaften und Beteiligungen angebahnt werden.
 
Bonus will Gründer, aber auch expandierende Mittelständler, beraten und ihnen Beteiligungskapital vermitteln. In diesem Jahr wurden bereits 3,2 Millionen Euro für Beteiligungen akquiriert, über weitere 2,5 Millionen Euro wird verhandelt.
 
BZ 01.11.2002

Business-Angels in der Gründervilla - Drei Braunschweiger Unternehmer wollen junge High-Tech-Firmen in der Region voranbringen

In den USA gibt es Business-Angels schon länger: Erfahrene Unternehmer und Manager, selbst noch aktiv, die Gründer in der Startphase mit ihrem Wissen unterstützen und sich auch an deren Firmen beteiligen – und natürlich dabei verdienen wollen. In Deutschland wächst die Bewegung. Jetzt haben in Braunschweig drei gestandene Unternehmer aus der IT-Branche, alle drei in den Vierzigern, eine Business Angel Team GmbH gestartet, um die technologieorientierte Gründerszene in Braunschweig und in der Region voranzubringen.
 
Rolf Richter (einst Gründer von Miro), Ralf Geishauser (Gedys) und Hans-Richard Reiners (Bemi) wollen ihre Erfahrungen, die aus Erfolgen und auch aus Fehlern gewachsen sind, an junge Gründer weiter geben.
 
Zwei Jahre Begleitung
 
High-Tech-Gründer seien, sagt Richter, meist Techniker, die eine gute Idee oder ein gutes Produkt, aber kaum kaufmännisches Wissen hätten. Sie könnten deshalb häufig das kaufmännische Risiko nicht abschätzen, ergänzt Reiners. Meist würden sie, allenfalls nach einer Anfangsberatung, allein gelassen. Größtes Problem von Firmengründern sei der richtige Marktzugang, es hapere häufig bei Marketing und Vertrieb.
 
„Deutlich schwieriger ist es für Gründer bei der Kapitalbeschaffung geworden“, stellt Richter fest. Der Neue Markt der Börse sei praktisch zusammengebrochen. Zudem seien Banken und Wagniskapitalgeber vorsichtiger geworden. Auch öffentliche Fördermittel würden nicht mehr so üppig fließen. Deshalb seien für geldknappe Gründer die Business-Angels eine interessante Alternative für die Startfinanzierung.
 
Die Braunschweiger „GründerEngel“ wollen junge Technik-Firmen in den ersten zwei bis drei Jahren mit Rat und Tat begleiten. Das Hilfsangebot reicht von der Erstellung von Geschäftsplänen und Vertriebskonzepten über die juristische sowie steuerliche Beratung bis zum Marketing und Internet-Auftritt.
Das alles können die drei trotz ihrer geballten Erfahrung aus der ITBranche natürlich nicht allein bewältigen. Deshalb wollen sie ihre vielfältigen Kontakte nutzen und darüber hinaus ein Netzwerk von professionellen Beratern aufbauen. Sie wollen auch bei der Anfangsfinanzierung helfen – indem sie selbst Geld als Minderheitsbeteiligungen einschießen oder die Gründer an Wagniskapitalgeber heranführen.
 
Kooperation mit Wolfsburg
 
Natürlich sollen die Gründer für Dienstleistungen der Netzwerker bezahlen – aber da soll es Sonderpreise geben. Außerdem ist das Braunschweiger Team sowohl Partner des Bonus-Förderprogramms des Landes als auch der Beteiligungsgesellschaft der Ausgleichsbank. Und die beteiligen sich an den Beratungskosten von guten Gründern. Erste Projekte sind bereits angeschoben. Die Business Angel Team GmbH sitzt im Technologiepark Braunschweig (in einer alten Gründervilla) und versteht sich auch als Baustein des neuen Braunschweiger Wirtschaftsförderungskonzeptes. Richter: „Wir wollen auch mit der TU Braunschweig und der Wolfsburg AG eng zusammenarbeiten“.
 
BZ 16.09.2002